Liebe Leserin, lieber Leser,  

was ist schon wieder alles passiert seit dem letzten Mal, als ich mich an dieser Stelle zu Wort gemeldet habe?

Unfälle, schlimme Meldungen, Wutausbrüche von Menschen, die mich damit überrascht haben. Aber auch ein „Ende gut, alles gut!“ der Lilien auf dem Felde (Mt. 6,28). Erst vor kurzem sind die Konfirmandengruppen (mir gegenüber) feierlich eingesegnet worden. Im Gegensatz zu früher wird den Konfis ja nicht mehr so viel Memorierstoff „zugemutet“.

Schön und gut, dass aber alle noch Psalm 23 - den Psalm für alle Fälle - lernen müssen. „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln…“ Das kannst Du beten, wenn Du dankbar auf Dein Leben schauen kannst. „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück!“ Das kannst Du beten, wenn Dir das Leben übel zusetzt oder Dir einfach „die Hutschnur platzt“. So stand auch Luther auf die Psalmen, in denen alles zu finden ist: Dankbarkeit, wenn´s läuft und es was zu Feiern gibt. Tröstung, wenn´s im Gegenteil sch….. läuft. Oder Psalmworte sind ein Spiegel für Deinen berechtigten Zorn. Ein Tipp: In den evangelischen Gesangbüchern hier in der Kirche stehen viele Psalmen abgedruckt (z.B. Ps. 23 unter EG 711). Einfach mal blättern, wenn der Gottesdienst noch nicht angefangen hat oder der Predigtinhalt mal nicht in Deinem Themenkatalog vorkommen sollte. In den Psalmen findest Du garantiert was für Deine Stimmungslage. Etwa - es kommt fast Urlaubsstimmung auf - Worte aus dem 139. Psalm: „Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.“ (EG 754). Es gibt auch nicht nur warnende Stop-Schilder auf Deinem Lebensweg, denn „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“ (Ps. 119/ EG 748). Vielleicht ist dies ja auch ganz gut für Dich: „Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten zu deiner Wohnung.“ (Ps. 43/ EG 724)

Oder, dass Du Dich mal auf das wirklich Wichtige in Deinem Leben besinnst: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ (Ps. 90/ EG 735)

Wie weit oder wie nahe ist Dir im Moment Dein Gott? Hast Du was wofür Du Danke sagen willst/ kannst/ solltest? Du darfst ihm aber auch Dein Leid klagen. Nur keine Bedenken, Du darfst das! Und - wenn nicht Jesus´ Papa - wer dann, sollte verstehen, dass Du wütend auf „Gott und die Welt“ bist. Aus meiner erhöhten Gickel-Perspektive, aber nicht von oben herab, möchte ich Dir folgendes mit auf den Weg durch die Sommerzeit geben: Wenn Dir momentan auch Gott verborgen sein mag, mit einem Blick in die Psalmen kannst Du ihn mal wieder an seine Liebe und Treue erinnern. Für Zuhause oder auf Reisen  krähe ich Dir zu: „Von allen Seiten umgibst du mich, Gott, und hältst deine Hand über mir.“ (Ps. 139,5)                                     

Eine schöne Ferien- und Sommerzeit   Dein / Euer / Ihr                    Gickel

 

 

 

   
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