Liebe Leserin, lieber Leser,

gerade habe ich gesegnete Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr 2015 gewünscht und schon wird es wieder Frühling. Mein liebstes Fest - in dessen Vorgeschichte ich ja auch eine Rolle spiele - ist nicht mehr gar so fern. Endlich! Ostern! Ich freue mich auf den österlichen Ruf in der Osternacht:

„Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!“

Bis dahin bereitet uns die Dramaturgie der Passionszeit langsam wieder auf diesen Höhepunkt vor.

Jesus geht den Weg ans Kreuz und stößt so auch für Dich das Tor zum Ewigen Leben auf. Auf das „Hosianna!“ und das „Kreuzige ihn!“, nach der Verleugnung des Petrus - die schneller war als das Krähen meines biblischen Artgenossen folgte der Tod auf Golgatha. Aber dann?! Am dritten Tage…

Es wurde zum ersten Mal ein besonderer Sonntag. Die Sonne geht auf. Es kam der Morgen der Auferstehung. Für Euch Menschen hat sich aber auch alles verändert! Auch für Dich! Hast Du es schon begriffen? Nein?! Dann versuche zu begreifen! Was war passiert? Eine Frau hatte sich in der Morgendämmerung auf den Weg gemacht. Das Ziel war die Grabeshöhle in die der Leichnam des vor drei Tagen Gekreuzigten gelegt worden war. Eingewickelt in ein Leinentuch. Kein Hahn scheint mehr nach ihm zu krähen. Diese Frau möchte nur dorthin um zu trauern. Sie will sich an diesen Jesus erinnern. Doch als sie hinkommt ist das Grab leer. Der Leichnam ist verschwunden. Einfach weg! Was hat das zu bedeuten? Soll die Erinnerung an Jesus ausgemerzt werden?

Was macht diese Frau? Sie geht zurück, hin zu den Männern, die mit Jesus zusammen auf Tour waren. Voller Angst haben sie sich verborgen. Ihnen erzählt die Frau von dem, was sie erlebt und gesehen hatte. Nämlich nichts mehr!

Zwei der Männer bekommen ihre Angst in den Griff und laufen in diesen noch ganz frischen Morgen. Es sind Johannes und Petrus - eben der mit dem Hahn. Jetzt geht es hin zum Grab. Es ist doch nicht zu fassen, was sie eben gehört haben. Der Leichnam von Jesus ist tatsächlich verschwunden? Wurde er gestohlen? Was sonst ist vielleicht passiert?

Atemlos japsen sie nach Luft. Der tote Jesus ist weg. Aber das Leichentuch liegt zusammengelegt an der Stelle wohin Jesus gelegt worden war. Aber wer zieht einen Leichnam aus, bevor er ihn raubt?

Einer der Beiden, „der andere Jünger“, wie er in der Geschichte genannt wird, beginnt so langsam zu verstehen. Er sah und hat geglaubt - so ist es im Johannesevangelium überliefert.
 
Noch ohne es zu raffen, sind die beiden „Läufer“ wohl keine Rekordzeit, aber in eine neue Zeit gelaufen. Hört sich komisch an, ist aber so: Das war so etwas wie die Stunde Null der Weltgeschichte! Auf einmal ist hier ein ganz neues Zeitfenster aufgegangen. Eben noch japsend und verzweifelt können sie auf einmal wieder hören und verstehen, was ihnen Jesus erzählt und gepredigt hat. Nämlich die wunderbare Melodie der Liebe und der Freiheit und den wohltuenden Dreiklang der Barmherzigkeit.

Das war, das ist das Lied vom neuen Leben. Das hat die Beiden am Grab und viele nach ihnen verändert. Das kann auch Dich und die Welt verändern.

Heute sagt man wohl: Das ist eine echt geile Geschichte! Und Jesus würde es bestimmt auch geil finden, wenn Du und Viele mit einstimmen würden in den Osterruf:

„Christos anesti! Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!“
 
So grüße ich mal wieder aus der Höhe

Dein / Euer / Ihr
 
Gickel

   
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