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Liebe Leserin, lieber Leser,

„Grüß Gott“ und „Gude“ wie man in unseren Breiten ja so schön sagt! „Ihrer Hühner waren drei - und ein stolzer Hahn dabei.“ So kennt Ihr es von Wilhelm Busch und seinen Geschichten von Max und Moritz. Hühner und Hahn scharrten also friedlich im Hof von Witwe Bolte. Traurig aber wahr: Mein Artgenosse hatte - zusammen mit seinen Frauen - durch die Gemeinheit der bösen Buben ein ganz jämmerliches Ende gefunden. Ich bin auch ein stolzer Hahn. Allerdings - obwohl evangelisch - zoelibatär lebend. Ich bin eben ganz und gar für Sie und Euch da unten und meine Kirche da. Ich bin stolz, dass ich auf der Spitze dieser schönen Zimmner Kirche meine Kreise im Wind drehen darf. Ein sicherer Job! Ich bin stolz, dass sich Menschen - wie ich immer wieder sehe - an mir erfreuen. Ich mache ja auch keinen Lärm und bin pflegeleicht und sauber. 

Ich bin stolz, dass ich Menschen sehe, die - trotz Corona und mit aller gebotenen Vorsicht - in die Kirche gehen, um dort zu suchen und zu finden was sie stärkt und was sie brauchen. Ich bin stolz, dass doch wieder Menschen mit gutem Willen bereit sind bei der Kirchenvorstandswahl zu kandidieren: Junge, Mittelalte und Ältere!!! (Ich bin stolz, wenn sich im Juni hoffentlich viele wahlberechtigte Gemeindeglieder an der Briefwahl auch beteiligt haben werden!)                                                        Ich bin stolz, dass sich Menschen - auch trotz Pandemie-Bedingungen und zunehmendem Gegenwind - Gedanken über die Zukunft unserer Kirche und des christlichen Glaubens machen. Ich bin stolz, dass zwar so manche Gespenster die Menschheit erschrecken, aber doch nicht lähmen und untätig werden lassen. Ich bin stolz, dass es dennoch viele gute Gedanken, Ideen und immer noch „Visionen“ gibt. So bin ich doch guter Hoffnung, dass es - mit Gottes Hilfe - Wege geben wird,  die unsere liebe Kirche - zwar mit unheilvollen Gespenstern von Zeitgeist und oft Geistlosigkeit - aber doch mit festem Schritt und ruhigem Herzen gehen kann. Meine gemalten Artgenossen sind schlussendlich in der Bratpfanne der trauernden Witwe Bolte gelandet. Ich bleibe Euch - in Freud und Leid - hier oben erhalten. Ich bin und bleibe ein treues Glied dieser Kirche und bin immer für sie da. Wir gehören zusammen, wie das berühmte „Amen in der Kirche“. 

Kaum sind die Weihnachtsmelodien verstummt geht es schon wieder auf das Osterfest zu. Das Fest, das Weihnachten toppt und ihm - auch in diesem Corona-Jahr 2021 - die Krone aufsetzt. In der Osternacht heißt es dann wieder voller Freude - da bekomme ich sogar als Hahn eine Gänsehaut: Der HERR ist auferstanden! ER ist wahrhaftig auferstanden!   Ich habe es hier oben übrigens mit Wind und Wetter zu schaffen - und das seit Anfang an. Nichts für ungut und „Kopf hoch!“, denn nur so kannst Du mich auch  hier oben - auf der Spitze - sehen. Noch nie war dieses Psalmwort so wertvoll wie heute: Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohlmachen. Psalm 37,5  Na dann, Gott befohlen

Dein / Euer / Ihr                             

                                                       Gickel

   
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