Liebe Leserin / Lieber Leser,

Wir haben es geschafft: Den traurigen November haben wir hinter uns gelassen. Schon wieder ist es Advent und das Fest erscheint langsam aber sicher. Die vielen Kerzen lassen es wieder in den Herzen warm werden. Hoffentlich auch bei den Menschen, die im zu Ende gehenden Jahr nicht nur Freude sondern auch Leid erfahren mussten! Es ist noch nicht lange her, dass in unserer Kirche der Vielen gedacht worden ist, die nun nicht mehr sind. Mögen sie in Frieden ruhen und mögen die Traurigen wieder Hoffnung schöpfen, denn gerade für sie ist es Weihnachten geworden. Der Tröster, Jesus der Heiland, wird im Stall zu Bethlehem geboren. Gott wird Mensch, um Euch Menschen ganz nahe sein zu können. Auf dem Friedhof findet ihr Engel, die ein Symbol für Trost und Hoffnung sind. Auch in der Weihnachtsgeschichte kommen Engel vor.

 

Und ich mag mich immer wieder an ihrem Lobgesang erfreuen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“

Gerade Engel stehen doch bei Euch Menschen hoch im Kurs. Sie begegnen Euch in der Bibel und (wenn Ihr aufmerksam seid) schon auch mal im Alltag.

Engel wollen immer entdeckt werden. In der Jakobsgeschichte steigen sie auf der Himmelsleiter auf und ab. Sie nehmen die Not mit hinauf und bringen Gottes Trost. Josef - als er sich davon machen will - erscheint ein Engel im Traum und die Weihnachtsgeschichte kann geschehen. Immer wieder bekommt er durch die Himmelsboten den Weg gewiesen.

Bei Jakob und beim Zimmermann Josef bedient sich der Himmel seiner Engel. Manchmal gibt es Engel zu sehen und ein anderes mal zu hören. Die Hirten auf dem Feld hören sie wie sie „die große Freude über die Geburt von Jesus“ hinausposaunen. Die Bibel berichtet auch von Menschen, die erst einmal nicht kapieren, dass da ein Engel vor ihnen steht. Erst danach, als sie Hilfe und Trost finden - da fällt es ihnen wie Schuppen von den Augen:

Das ist von Gott gekommen. Gott hat mir tatsächlich Hilfe zukommen lassen. Damit es nicht gar zu einfach wird, sind es Engel ohne Flügel, denn Engel brauchen keine Flügel! Rudolf Otto Wiemer (1905 - 98)

schreibt in einem Gedicht:

Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, die Engel.

Sie gehen leise und müssen nicht schreien,

Oft sind sie alt und hässlich und klein, die Engel.

Vielleicht ist einer, der gibt dir die Hand,

oder er wohnt neben dir, Wand an Wand, der Engel.

Dem Hungernden hat er das Brot gebracht, der Engel.

Dem Kranken hat er das Bett gemacht,

er hört, wenn du ihn rufst, in der Nacht, der Engel.

Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, die Engel.

Ich glaube, dass es sie gibt: die Engel.

 

Sie sind eine Spielart der göttlichen Gegenwart. Und wer sich besinnt, kann Spuren von einem Engel auch im eigenen Leben erkennen. Schaut nur und hört nur gut hin! Dann sind sie noch da, auch wenn die Weihnachtsengel wieder weggepackt sein werden. Ich bekomme ja so einiges von hier oben mit und ich sehe immer wieder Menschen, die anderen Menschen zu einem Engel werden.

Ihr Gickel wünscht von der kalten Turmspitze, dass Ihnen ein Engel begegnet, wenn Sie ihn brauchen. Wenn es nötig sein sollte, dann werden Sie doch mal für einen Anderen zum Engel. Seien Sie bereit für die frohe Weihnachtsbotschaft und haben Sie ein waches Auge auf die Engel in dieser Welt - die haben nicht unbedingt Flügel. Gar zu einfach macht es der Vater im Himmel dann doch nicht - aber er kommt Euch Menschen im Kind in der Krippe doch ganz nahe!

Ihr / Euer "geflügelter"

Gickel

 

Wieder schließen wir uns den Worten unseres höchsten Kirchenglieds an.

Ihnen und Ihren Lieben: Gott befohlen, ein frohes Fest und einen glücklichen Jahresanfang 2014!

Pfr. Michael Fornoff und Pfr. Michael Merbitz-Zahradnik

   
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