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Liebe Leserin, lieber Leser,

im Moment, da diese Zeilen entstehen glüht mir der Bürzel durch die große Hitze. Nicht nur die Natur auch ihr Menschen stöhnt. Jetzt merkt ihr wieder mal, wie wichtig das Klima ist. Ein paar Tage ist es ganz schön, aber dann sehnt ihr euch nach Regen und kühleren Winden. Das Eis an den Polen und in den Bergen wird weniger. Drama in der Natur und politische Tragödien in Ländern - nicht nur weit weg. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, setzt jetzt auch noch „ein Virus“ allem die Krone auf.

Es stellt die Menschheit auf die Probe, und es darf nicht sein, dass Unvernunft, Dummheit und krudes Denken „das Leben“ gefährden und beschädigen. „Dein Leben“ ist zuallererst einmal ein Geschenk Gottes, wie auch „die Leben“ um dich herum Gottes Geschenke sind. Auf den eigenen Körper als Tempel Gottes zu achten ist jetzt gerade besonders auch Achtung vor dem Leben der Anderen. Verantwortliches Leben kann auch mal Verzicht, Einschränkung und Vernunft bedeuten. Als einer, der auf der Turmspitze auf seinem Stängelchen hin und her geblasen wird und nie wegkommt, habe ich schon Verständnis für ein „Ich hab' die Schnauze voll!“. Aber bitte nicht im dumpfen „Maskenverweigerungsgeiferton“.               

Diese Krise lehrt, wie kostbar doch der Augenblick ist und was „das Leben“ auch bedeutet. Natürlich werden die Menschen müde und die Seelen sind belastet. „Wir schaffen das nicht“ höre ich Menschen sagen in ganz vielen Bereichen der Lebens- und Arbeitswelt. Bei Lehrkräften, Polizei, in der Kranken- und Altenpflege, in der Arbeit mit Kindern- und Jugendlichen usw..

Aber, dass Menschen die Schnauze voll haben und es nicht mehr schaffen ohne krank zu werden, das ist ja schon lange bekannt. Bildlich gesagt, infiziert das Virus „nur“ vorhandene Wunden und wirft den Menschen auf sich selbst zurück. Mal aus dem Gewohnten herausgerissen zu werden, reagieren zu müssen, weil ich nicht so kann wie ich will, das ist schwer.

Vielleicht müsst ihr Menschen euch auf ganz neue Verhältnisse einstellen?! Doch will ich hier an eure christlichen Tugenden erinnern: Hoffnung, Vertrauen und vor allem Dankbarkeit. Das würde Jesus heute sagen: Corona hin und Corona her, bemüht euch um ein friedliches Miteinander. Schau wie du helfen kannst. Lasse dich nicht entmutigen und begegne Menschen auf Gesichtschutzhöhe. Zeige ihnen deine Augen und nicht deine Nase. (Anm.: Für die, die es immer noch nicht kapiert haben!)

„Diese Krise erinnert konkret daran, dass Leben nicht gleichbedeutend ist mit grenzenlosen Möglichkeiten. Corona lehrt, auch mal etwas einfach zu akzeptieren, das so ist, wie es ist - nicht, wie ihr es gerne haben wollt“!

Es soll sogar Menschen geben, die ihre Fußballstadionentzugsschmerzen mittlerweile aushalten können.

Ihr müsst nicht die Welt retten, das hat Christus nämlich schon getan. Das befreit aber zu einem guten und dankbaren Leben.  

Trotz Corona:Eine schöne Rest-Sommerzeit und einen guten Herbstanfang wünscht     

Dein / Euer / Ihr                             

                                                       Gickel

   
© 2014-2020 evang. Kirchengemeinde Groß-Zimmern

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